Ein herzliches "Grüß Gott" auf der Homepage der röm.kath. Pfarre Kirchbichl
Aus der Predigt unseres Herrn Pfarrer Stano
  Sonntag, 08. Jänner 2017

"Taufe des Herren"

Die Menschen der alten Ära glaubten, dass jedes Meer in seinen Abgründen verschiedene Monster verbirgt. Für sie war jeder Meeresgrund ein Königtum der bösen Geister voll des Hasses gegen die Menschen, Untiere und allgemein wie ein Reich des Todes. Als die Juden das Rote Meer durchquerten, mussten sie doppelte Angst haben: einesteils - dass das Meer sie verschlingt, sie haben nämlich links und rechts die riesigen Wasserwände gesehen und anderseits glauben sie - über den Meeresboden schreitend - über das Reich des Bösen schritten. Gott hat sie später belehrt, dass die Hölle ganz anders ist, für die Juden war es trotzdem wie ein Übergang in die Unterwelt. Sie haben das Ufer voller Freude erreicht und ihre Freinde - die ägyptischen Kämpfer wurden im Meer von Gott ertränkt. Es ist selbstverständlich, dass ihr Überqueren des Roten Meeres ein Vorbild für die Taufe ist. Im Katechismus der katholischen Kirche lesen wir: "Das Eintauchen in Wasser ist ein Sinnbild des Todes und der Reinigung, aber auch der Wiedergeburt und Erneuerung".

Der Heilige Geist, haben wir gelesen, ist wie eine Taube auf Jesus herabkommen. Die Taufe und die Wirkung des Heiligen Geistes sind untrennbar verbunden. Wir glauben, dass der Heilige Geist schon mehr als 2000 Jahre die Kirche begleitet, aber die Frage ist, ob auch wir den Heiligen Geist schon 2000 Jahre begleiten. Die Apostelgeschichte mit vielen Wundern des Heiligen Geistes ist für viele Christen wie ein Märchen oder wie eine schöne Erinnerung mit den Worten: Ja, diese Zeit ist schon vorbei. Glauben wir wirklich, dass Jesus das Feuer des Heiligen Geistes nur für die ersten dreihundert Jahre anberaumt hat? Glauben wir wirklich, dass es ihm genügt, wenn die Kirche nur ein Museum ist, wo die Gläubige halbschlafend warten, bis die heilige Messe beendet ist? Gott sei Dank, ich fühle hier nicht jene tote Atmosphäre. Aber es könnte auch noch besser sein. Ihr aber auch ich, wir alle müssen im Galuben in der Beziehung zu Gott wachsen. Jesus wünschte sich keine schlafende Kirche. Er sagte: "Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen, und wie wünschte ich, es wäre schon entzündet!" Genau dasselbe meinte auch der Prophet Elja, als er sagte: "Der Gott, der mit Feuer antwortet, der ist der wahre Gott." Welche Temperatur zeigt dein geistliches Thermometer? Rührt es sich überhaupt? Bist du unterkühlt? Ist es nicht so, dass es viele erkaltete Herzen und Altäre in der Kirche gibt, Gebet ohne Herzenswärme, und Lehre, die nur durch Streitpunkte angeheizt wird? Mir scheint, dass es theologische Lehrmeinungen gibt, die so feuerfest sind wie Asbest. Es gibt religiöse Bücher, die nur dann die Hitze entwickeln, wenn man sie buchstäblich verbrennt. Jesus will etwas Anderes. Alles, was er berührt, fängt Feuer. Ich persönlich kann sagen, und Gott weiß, dass ich nicht übertreibe, wenn die Menschen wirklich gemeinsam und regelmäßig beten, Gott mit demselben Feuer wie zu Pfinsten antwortet. Ich bin kein Bewunderer oder Sammler von Wundern. Ich trage immer die Worte des heiligen Johann Maria Vianney in mir: "Man kann auch mit der Gnade, den Wundern und der Heilung in die Verdammnis gehen, wenn man keine tiefe Liebe zu Jesus hat." Das hat aber auch Jesus gesagt. Trotzdem müssen wir glauben, dass er derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit, wie die Bibel schreibt. Ich kann es euch ein anderes Mal erzählen, damit meine Predigt nicht zu lange ist, wie ich Zeuge von Heilungen während der Messe wurde. Als jemand seine Krücke weggeworfen hat, als der Vater meines Schulfreundes an der Uni während der Messe eines Priesters seine Brille abnehmen musste, weil er durch die Dioptrien, dick wie ein Aschenbecher, nicht mehr sehen konnte, er war nämlich von Jesus blitzschnell geheilt worden.

Ich bete nicht: "Herr, ich möchte für dich verbrennen." Ich möchte schließlicht nicht zu einem Häufchen Asche werden. Wir kennen die Geschichte von Moses. Das verblüffende am brennenden Dornbusch war ja, dass er nicht verbrannte. Nur zu viele Diener Gottes und Gläubige leiden an einem Burn-out-Syndrom. Der Grund dafür ist so manch andere Art von Feuer. Wofür brennen unsere Herzen, welches Feuer haben wir? Ich bete: "Herr, lass uns alle immer weiter für dich brennen." Die Flamme auf dem Altar sollte nie verlöschen.

Amen.

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