Ein herzliches "Grüß Gott" auf der Homepage der röm.kath. Pfarre Kirchbichl
Aus der Predigt unseres Herrn Pfarrer Stano
  Sonntag, 29. Jänner 2017

Liebe Schwestern und Brüder!

Die heutige Bergpredigt kann uns als schöne Poesie scheinen, die aber fast keine Wirkung im realistischen Leben hat. Wir machen oft die Erfahrung, dass diejenigen selig sind, die ein geiziges Herz haben, die eine eigene Gerechtigkeit fest in den Händen halten, die keinen Zusammenhang mit der Gerechtigkeit Gottes hat, eine falsche Gerechtigkeit, die andere arm und unglücklich macht, usw. Hier kann auch jeder Gläubiger viele Fragen haben, warum Gott das alles gestattet. Aber vergessen wir nicht auf die Worte der Bibel, die sagt: "Wenn sie weise wären, so würden sie das beherzigen, sie würden an ihr Ende denken!" (Deuteronomium 32,29). Das sagte Moses: "Und wenn etwas Christus direkt sagt, dann glauben wir daran noch mehr." Hat Jesus irgendwann gelogen? Nein!

In der Schule habe ich den Kindern eine Geschichte erzählt, und ich finde sie auch für Erwachsene interessant. Diese Geschichte hat ein Priester aus dem Kongo aufgeschrieben, der als Einziger nach einer längeren Zeit die ganze Wahrheit über einen Buben namens Muko erfahren hatte.

Muko lebte in einem Dorf im Kongo. Seine Eltern waren noch in seiner Kindheit verstorben und darum kümmerte sich sein Onkel um ihn. Dieser war aber kein guter Mensch. Muko wollte jeden Sonntag in die Kirche gehen, aber er musste es heimlich machen, denn sein Onkel verbot es ihm. Er musste aber feststellen, dass Muko trotzdem die Kirche besuchte und schlug ihn deshalb sehr. Besonders eines Tages war sein Onkel sehr nervös und auch betrunken. Muko bat ihn wieder: "Onkel, bitte lass mich heute in die Kirche gehen, ich werde für dich beten, dass du glücklich bist." Der Onkel wurde noch zorniger, als er das hörte, nahm ein Holzscheit und warf es nach Muko. Dieser leif in die Kirche. Gestärkt durch die Kommunion kehrte er nach Hause zurück. Sein Onkel, voller Zorn, fesselte ihn mit einem Seil an eine Holzsäule und ließ ihn dort ohne Essen und Trinken. Erst nach 2 Tagen, früh morgens, bemerkten es die Nachbarn und befreiten ihn. Sie machten dem Buben Vorwürfe, dass er den Zorn des Onkels nicht ernst nimmt. Aber Muko erwiderte: "Wir sollen mehr auf Gott als auf die Menschen achten. Die Prügel schmerzen, aber Christus bleibt weiter in meinem Herzen." Der Onkel von Muko betrank sich auch weiterhin. Und wie jeder betrunkene Mensch, war auch er meistens böse und aggressiv. Er wusste, das Muko wieder probierte, heimlich in die Kirche zu gehen. Der Onkel hasste die Kirche und Gott. Weil er nicht wollte, dass die Nachbarn wieder alles sehen würden, sperrte er Muko in den nassen Keller des Hauses. Einmal pro Tag brachte er ihm zu essen und zu trinken, dann ließ er ihn wieder allein im Keller. Der Onkel dachte, dass er ihn auf diese Art von der Kirche und von Gott wegbringen würde. Dies alles geschah in den Monaten, an denen es im Kongo während des Tages sehr warm und in der Nacht sehr kalt ist.

Muko, schon ganz geschwächt, bekam nach einer Woche in diesem nassen Keller eine starke Lungenentzündung. Sein Onkel erschrak und holte einen Arzt aus einem fremden Dorf, aus Angst, der eigene Dorfarzt könnte erahnen, dass Muko von seinem Onkel wieder gequält worden war.

Nachdem Muko vom Arzt mit allen wichtigen Medikamenten versorgt worden war, fragte ihn dieser: "Muko, wie konnte dir das passieren und warum bist du so abgemagert?" Muko erklärte ihm, dass sich sein Onkel um ihn sehr gekümmert hätte, er aber nichts essen wollte und vor einer Woche, als er sehr verschwitzt war, kaltes Wasser getrunken und deshalb die Lungenentzündung bekommen hätte.

Der Arzt drohte mit dem Finger und sagte zu ihm: "Du musst deinem Onkel gehorchen, sonst wird es dir bald wieder schlecht gehen."

Nach diesem Arztbesuch geschah etwas sehr Wichtiges, fast Zauberhaftes. Sein Onkel setze sich ans Bett des kleinen Muko und begann zu weinen. Er fragte ihn: "Warum hast du mich nicht verraten? Jetzt beginne ich zu verstehen, warum für dich die Kirche und Gott so wichtig sind. Gott hat dir ein gutes Herz gegeben, ein Herz, das ich nicht habe, weil ich nur ein bösartiger Alkoholiker bin."

Es wurde nichts mehr geschrieben, ob sein Onkel auch die Kirche zu besuchen begann, aber ich glaube - ja.

Jesus sagte: "Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet."

Und einer anderen Stelle sagte er: "Seid barmherzig zu euren Feinden. Wenn ihr das tut, werdet ihr Frieden erlangen."

Wären wir fähig, wir Muko, einen so schlechten Onkel zu loben und seine Tyrannei nicht zu verraten? Ich weiß nicht, ob ich das schaffen würde. Ich denke - nein.

Aber diese wirkliche Geschichte kann uns dazu ermutigen, damit wir nach den Worten der Bergpredigt in einem ruhigen Miteinander in unserer Pfarre leben.

Probieren wir, manche alten Missverständnisse und Streit zu vergessen, damit der Weg mit unseren Mitmenschen ein gemeinsamer werden kann. Amen.

Vorankündigung "Firmung - Kraft für das Leben"

Dienstag, den 21. März 2017 um 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

im kleinen Pfarrsaal, Pfarrhof Kirchbichl

Vortrag und Gespräch mit Frau Dipl.Päd. Martina Koidl

Ein Abend für Eltern, Paten und am Thema Interessierte.
Die Firmung bringt auch für die Eltern und Paten ein gutes Maß an Mitverantwortung mit sich. Gerade in Glaubensfragen braucht jede/r von uns, besonders aber der junge Mensch, den Rückhalt und das Zeugnis seiner Familie und der Gemeinde.

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Vorankündigung "Pfarrgemeinderatswahl 2017"

Am 19. März 2017 findet in ganz Österreich die Pfarrgemeinderatswahl statt.

Unser Wahllokal vor und nach der hl. Messe am Samstag, den 18. März 2017 ab 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr und
am Sonntag, 19. März 2017 ab 09:00 Uhr bis ca. 13:00 Uhr
geöffnet.

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Jungscharstunden 2016

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Jubelsonntag 2016

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Pfarrfest 2016

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Fronleichnamsprozession

Fronleichnamsprozession

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Kanzleistunden 2017

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Weihnachtspfarrbrief

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Lektorenplan vom 01.01.2017 bis 25.05.2017

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Termin Gebetskreis 2017

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Termin Rosenkranz 2017

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Pfarrblatt Februar 2017

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